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Weil es echt ist.
Weil es den Verkauf stimuliert.
Weil es einfach guttut.
Ich verwende KI. Es hat vieles in der Web-Gestaltung vereinfacht. Das trifft besonders in meinem Fall zu, da ich Quer-Einsteiger bin und wenig Ahnung habe.
Früher waren das Erzeugen und Gestalten von Inhalten vielleicht das Zeitaufwendigste am Web-Gestaltung. Aber auch hier schlägt KI ein wie eine Bombe. Man muss weder Text schreiben noch Bilder aus einem E-Bibliothek aussuchen und kaufen. Man muss nur lernen wie man den richtigen Prompt schreibt:
„Hallo KI. Schreib mir eine Produktbeschreibung für den Hula-Hoop-Reifen, den wir gerade in unserem Sortiment aufgenommen haben.“
Zwei Sekunde später habe ich meine Beschreibung. Eigentlich, genauer genommen, bekomme ich fünf Variante von einer Beschreibung:
eine lange Variante,
eine kurze,
eine informelle,
eine formelle und
eine Bist-Du-Doch-Wahnsinnig Variante.
„Super.“ (Ich prompte nett und freundlich?! Ja, ich weiß, aber hin und wieder streichle ich auch mein Auto…) „Jetzt bitte ein Bilddatei von einem Mädchen, das gerade mit dem Hula-Hoop-Reifen spielt. Daneben soll ein Hund sein.“
Dieses Mal dauert es ein bisschen länger (ich habe eine kostenlose Version, die Professionelle ist bestimmt schneller). Dann habe ich mein Bild. Nein! Der Hund ist ein St. Bernhardiner!
„Der Hund soll ein Pudel sein“
Und jetzt passt alles. Inhalt fertig. Ich kann ganz einfach mit meiner Webseite loslegen.
Ganz einfach.
Sehr einfach. Hin und wieder zu einfach.

Warum zu einfach? Möchte ich mal erklären. Ich öffne mein Browser nochmal, aber nicht um zu arbeiten, sondern um ein Restaurant zu suchen. Meine Frau und ich haben nämlich Hochzeitstag und ich möchte mal was Neues. Nicht wieder zu dem Italiener wo wir immer hingehen. Dieser Hochzeitstag soll was Besonderes sein. Meine online-Suche beginnt.

Ich finde etwas verheißungsvoll und geh auf ihre Seite. Alles aufgeführt in Reih und Glied. Nüchtern. Beschreibungen, die mir den Eindruck vermitteln als würde ich Hula-Hoop-Reifen auf die Speisekarte finden. Bilder von einem Grillteller, die mir an einem St. Bernhardiner erinnern. Die Preise sind ok, aber… nein. Dort gehen wir nicht hin. Wer weiß wie das Essen in Wirklichkeit ist.
Ich suche weiter und finde ein anderes Restaurant. Diese Seite ist einfallsreicher. Jemand hat sich Mühe gegeben. Es ist deutlich zu sehen das die Bilder mit einem Handy gemacht wurden. Aber die Gerichte sehen authentisch und lecker aus. Das Restaurant wäre ein Kandidat für unseren Hochzeitstag. Aber ich schaue ein bisschen weiter.
Nächstes Restaurant. Nächste Seite. Wow! Was ist das für eine Startseite! Edel! Der Besitzer sieht französisch aus. Und das Essen! Sieh mal das drei-Gänge Menu an! Der Deko – alles perfekt. Da gehen wir hin!
Da könnte man an dieser Stelle sagen: „Ja aber vielleicht ist die Seite vom dritten Restaurant komplett ein KI Produktion!“ Ein absolut gerechtfertigter Einwand… ausgenommen Steal my Stuff durfte bei der Gestaltung von Inhalten mitwirken. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist folgendes: Das zweite Restaurant mit den Handybilder… Es ist mittlerweile unser Stammlokal. Wir haben dort mehr Geld ausgegeben als woanders.
Es gibt noch viele Geschäftspersonen die genau das wollen: sie wollen mit Personen Geschäft machen, nicht mit Algorithmen.

Ziemlich analog. Wir verwenden digitale Werkzeuge für Recherchen und Schreib- und Grammatikkorrekturen. Wir verwenden Digitalkameras und Drücker. Ab und zu verwenden wir auch Filtern die man auch in gewöhnlichen Digitalkameras zu finden sind. Das war es. Unter keinen Umständen verwenden wir KI um ein Produkt zu modifizieren: um ein Objekt hinzuzufügen oder wegzuradieren, oder um etwas zu generieren.

Dies ist eine ständig wachsende Liste von – nennen wir sie einfach – den Eigenheiten analoger Inhalte, insbesondere von Schriftarten bzw. analogem Text.
Wir nennen sie „Vor- und Nachteile“, aber ehrlich gesagt handelt es sich einfach um Eigenschaften, die je nachdem, was man mit den Inhalten erreichen möchtest, entweder von Vorteil oder von Nachteil sein können.
- Kein Copy & Paste in eine Textdatei.
- Wenn einem Crafter ein Fehler unterläuft, gibt es kein Zurücksetzen und erneutes Tippen.
- Wenn dir ein Produkt nicht gefällt, muss der Crafter im Grunde wieder von vorne anfangen.
- Bots können analoge Inhalte im Allgemeinen nicht lesen.
- Google wird analoge Inhalte nicht übersetzen – zumindest soweit ich weiß.
- Analoge Inhalte kaffeinieren jedes Online-Präsenz, er nimmt das Gähnen aus deiner digitalen Morgen-Brühe. (Ok, das ist an sich keine Eigenschaft, eher unsere bescheidene L.m.a…k.i Meinung)

Auf Steal My Stuff zu setzen bedeutet nicht nur, die KI wieder auf ihren Platz zu verweisen. Es geht darum, Menschen wieder an ihren Platz zu bringen. Es geht darum, kreativen Menschen mit Behinderungen dabei zu helfen, ihren Platz in einer zunehmend unmenschlichen Welt zu finden.
In Menschen zu investieren ist immer eine gute Investition.

Dieser Eintrag mag überflüssig sein, aber ich möchte mal klar stellen was wir meinen, wenn wir den Begriff „KI“ verwenden. Wir reden von Tools wie „Chat GPT“, „Copilot“ und Ko. Anstelle davon, eins dieser Produkte ungewollt zu promoten, bevorzugen wir den allgemeinen Begriff „KI“.
Ist KI intelligent?
Ich habe diese Frage in mein KI Tool eingegeben. Hier ein Auszug aus der Antwort:
„Das hängt davon ab, was du unter Intelligenz verstehst. … Eine hilfreiche Analogie ist, dass KI in gewisser Weise einem außergewöhnlich leistungsfähigen Werkzeug ähnelt. Sie kann oft Ergebnisse hervorbringen, die intelligent wirken, weil sie statistische Muster aus riesigen Datenmengen gelernt hat und diese nutzen kann, um Schlussfolgerungen zu ziehen. Aber sie weiß Dinge nicht so, wie ein Mensch sie weiß, und erlebt auch kein Verstehen.“
Das ist auch was oft fehlt bei vielen Webprojekte: das Verständnis-Erlebnis.
Das Verständnis-Erlebnis beginnt mit analog Inhalte und Steal My Stuff.
